Archiv 2009

Hier könnt Ihr euch ein bisschen über die Sommerakademie Informatik 2009 informieren. Was haben die Teilnehmerinnen gesehen, erlebt und vielleicht auch gelernt? Findet es heraus mit dem IT-Girls-Tagebuch und exemplarischen Fotos sowie einem Video der Gruppe “Digitale TV- und Viedeoproduktion”. Doch zunächst ein paar akustische Anregungen mit dem UniCC-Auftakt-Spot, so zusagen zum warm werden.

Der erste Tag:

Montag, 06.07.2009

Aus ganz Deutschland sind heute die Teilnehmerinnen der Sommerakademie Informatik: IT is your turn girls angereist. Von Schleswig-Holstein bis zum Bodensee interessieren sich die Mädchen für das Fachgebiet. Ein großer Erfolg für das Projekt!
Innerhalb von einer Woche werden die Teilnehmerinnen nicht nur einen Einblick in das Studium der Informatik, sondern auch in den Berufsalltag von Informatikerinnen und Informatikern bekommen. Darüber hinaus erwartet sie ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm mit einer Menge Spaß.

Die Erwartungen und Vorstellungen in Bezug auf die Informatik-Schnupperwoche an der TU Chemnitz sind sehr unterschiedlich. Viele der Mädchen haben durch ihre Eltern oder durch Verwandte von der Sommerakademie erfahren. Der Vater von Saskia (17) aus Bonn hat beispielsweise in der Computerzeitschrift C’T von der Sommerakademie gelesen und seine Tochter darauf aufmerksam gemacht. „Ich möchte gern mehr erfahren, um eine Sicherheit zu bekommen, ob ein Informatik-Studium das Richtige für mich ist“, sagt Saskia und lässt sich ansonsten von dem Programm überraschen. Auch Sabine (17) aus Ratzeburg interessiert sich für das Fachgebiet und hat das Ziel, nach ihrem Abitur Elektrotechnik oder Informatik zu studieren. Sie erhofft sich bei der Sommerakademie „endlich mal Mädchen zu treffen, die genauso denken wie ich.“ Zudem möchte sie gern einen besseren Einblick in den Bereich der Informatik bekommen, da ihr der Unterricht in der Schule oftmals zu programmierlastig und einseitig ist. Der gleichen Meinung ist auch Rebecka (16) aus Mülsen, die aufgrund von einem Aushang in der Schule und durch die Informatiklehrer ihres Gymnasiums von der Veranstaltungswoche der Fakultät für Informatik erfahren hat. Sie vermisst im Schulunterricht vor allem die Kreativität und dass man lernt, wie man selbst ein Programm schreibt.

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Los ging es heute mit einer Eröffnungsveranstaltung und einer offiziellen Begrüßung der Teilnehmerinnen von Prof. Dr. Hardt, dem Dekan der Fakultät. Später hatten die Mädchen die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in einem Self-Assessment-Test unter Beweis zu stellen und erhielten einen Einblick in die Themenbereiche der Graphischen Datenverarbeitung sowie des E-Learning. Am Nachmittag bezogen die Mädchen ihre Zimmer im Hotel an der Oper und ab 18.30 Uhr wurde im Innenhof des Universitätsgebäudes auf der Straße der Nationen gegrillt, wo die Teilnehmerinnen erste Kontakte knüpfen und sich über ihre Interessen austauschen konnten.

Der zweite Tag:

Dienstag, 07.07.2009

Ein volles Programm und eine Menge an Informationen erwartete heute die Teilnehmerinnen der Sommerakademie Informatik: IT is your turn girls. Nach dem Frühstück erfuhren sie zunächst etwas über die Digitale Bildbearbeitung. “Ich fand es toll, dies einmal selbst auszuprobieren”, meinte Maja (18) und war begeistert von dem Programmpunkt. Und so sieht ein Ergebnis des Workshops aus. Anschließend hatten die Mädchen Zeit, sich bei einem kurzen Spaziergang die Innenstadt von Chemnitz anzuschauen.

Um 13.15 Uhr starteten mehrere Gastvorträge von Dozenten der Hochschulen in Leipzig und Zwickau. Herr Prof. Schauermann von der Universität Leipzig stellte den dort angebotenen Bachelorstudiengang Informatik sowie die Masterstudiengänge des Fachgebietes mit den jeweiligen Schwerpunkten Bioinformatik, Computational Intelligence, Medizininformatik und Softwaresysteme vor. Zudem sprach er über verschiedene Einrichtungen, die es zu den Spezialiserungen an der Universität gibt und fasste zusammen, welche Bedeutung die Informatik für den Menschen hat. In dem Vortrag “Bits, Bytes & Neandertaler” ging Herr Dr. Noack danach auf die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Institutes für Evolutionäre Anthropologie und die möglichen Anwendungsfelder des Bereiches der Informatik ein. Mittels Computertomografie und 3-D-Drucker analysierte er Skelettfunde und wertete die Ergebnisse aus, wodurch die Mädchen einen guten Einblick in die Forschung gewinnen konnten.

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Als letztes referierte Frau Prof. Häber von der Westsächsischen Hochschule Zwickau über das Themengebiet der Medzinischen Informatik und stellte dessen verschiedene Bereiche vor. Vor allem ging sie dabei auf den Bereich des Managements von Informationssystemen ein und gab den Teilnehmerinnen der Sommerakademie Informationen über die Anwendungsgebiete dieser Fachrichtung, über die Anforderungen an Berufe und insbesondere über die Informationsstrukturen in einem Krankenhaus.

Beim Stammtisch und dem Abendessen im Turmbrauhaus konnten die Mädchen den Tag ruhig ausklingen lassen und sich über ihre Eindrücke der unterschiedlichen Fachbereiche der Informatik sowie ihren Eindruck der Stadt Chemnitz austauschen.

Der dritte Tag:

Mittwoch, 08.07.2009

Am Vormittag des heutigen Tages stand der Besuch der IBM in Chemnitz auf dem Plan. Der Niederlassungsleiter Herr Wild gab den Teilnehmerinnen der Sommerakademie Informatik zunächst eine Einführung zur Geschichte und den aktuellen Entwicklungen in dem weltweit führendem Unternehmen für Software, Hardware und Dienstleistungen im IT-Bereich. Desweiteren lernten die Mädchen viel über Themen wie Projektgestaltung, Planung und Kundenberatung und erfuhren außerdem etwas über die Arbeitsbedingungen im Unternehmen. Zum Schluss beantwortete Herr Wild die Fragen der Mädchen und klärte diese im persönlichen Gespräch.

Nach dem Mittagessen konnten die Teilnehmerinnen selbst aktiv werden und mussten bei einer Informatik-Info-Tour zehn Fragen zur Anwendung und Studienrichtung der Informatik beantworten. Dabei waren neben der Recherche im Internet ein Rundgang durch das Universitätsgebäude auf der StraNa und die Befragung von Angestellten der Uni notwendig. So erkundigten sich die Mädchen beispielsweise über die Aufladevorrichtungen der Studentenausweise. Aus den Antworten auf die Fragen erhielten sie zum Schluss ein Passwort, welches für eine Projektarbeit benötigt wird. Die Auflösung bekommen sie jedoch erst morgen, es bleibt also spannend!

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In gemütlicher Runde wurde heute im Restaurant El Taco in der Chemnitzer Innenstadt zu Abend gegessen. Und zum Abschluss folgte ab 20 Uhr ein Nachtwächterrundgang auf dem Schlossberg. Insgesamt ist die Stimmung unter den Teilnehmerinnen richtig gut, da die Anforderungen nicht zu hoch, aber auch nicht zu niedrig sind und das Programm außerdem so gestaltet ist, dass sich die Mädchen selbst einbringen können und vor allem auch Spaß an den ihnen gestellten Aufgaben haben.

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Der vierte Tag:

Donnerstag, 09.07.2009

Die Woche neigt sich schon langsam dem Ende zu. Am vorletzten Tag der Sommerakademie Informatik war daher noch einmal die ganze Aufmerksamkeit der Mädchen gefordert. In einem der Vorträge am heutigen Tag führte Kai Plociennek sie beispielsweise in die Thematik der Theoretischen Informatik ein und erklärte anhand eines praktischen Beispiels, nämlich der Zusammenstellung einer Fußballmannschaft, wie Probleme in der Informatik mithilfe von Algorithmen gelöst werden. Anschließend bekamen die Mädchen im Labor für Selbstorganisierte und Verteilte Systeme eine der neusten Entwicklungen von Microsoft vorgeführt: einen Multi-Touch-Screen, der viele Berührungspunkte gleichzeitig erkennen und vor allem für Spiele eingesetzt werden kann. Wie diese Oberfläche funktioniert, konnten die Teilnehmerinnen der Sommerakademie selbst bei einem Puzzle, einem Spiel oder auch bei einer Klavierfunktion selbst ausprobieren.

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Auch ein Besuch des Chemnitzer Hochleistungs-Linux-Cluster (CHiC) durfte im Programm der Informatik-Schnupperwoche natürlich nicht fehlen. So erfuhren die Mädchen von zwei Mitarbeitern der Fakultät, wie die 530 Rechner dieses Clusters verschaltet sind und welche Netzwerktechnik verwendet wird. Danach folgte ein Referat von Prof. Dr. Wolfgang Benn, Inhaber der Professur Datenverwaltungssysteme, der über das Speichern von Wissen in Datenbanken, über die Organisation sowie die Optimierung von Datenbankmanagementsystemen sprach.

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Viel Spaß hatten die Mädchen am Nachmittag bei der Steuerung des mobilen Robotersystems „Robotino“. Zunächst benötigten sie dazu das Passwort des Rätsels vom Vortag, durch welches sie am Computer einen Ordner mit der Anleitung zur Steuerung des Systems und den notwendigen Befehlen öffnen konnten. Mithilfe der Programmiersprache C++ konnten sie dann den Roboter so programmieren, dass er sich durch ein Labyrinth bewegte. Zum Abschluss des Tages hörten die Teilnehmerinnen der Sommerakademie noch einen Vortrag über die Mobilität von Betriebssytemen, bevor es zum Abendessen in das indische Restaurant auf der Zschopauer Straße, dem Maharadscha Palast, ging.

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Der fünfte Tag:

Freitag, 10.07.2009

Der letzte Tag der Sommerakadmie Informatik hielt für die Mädchen eine besondere Überraschung bereit: denn nach dem Auschecken aus dem Hotel ging es an diesem Morgen mit dem Bus in den Kletterwald nach Rabenstein. „Eine super Erfahrung für die Mädchen“, meint Ines Eckart, Organisatorin der Informatik-Informationswoche. „Sie konnten beweisen, dass das weibliche Geschlecht doch das stärkere ist, denn was sich die männlichen Betreuer nicht trauten, wagten die Mädchen.“ Der Besuch des Kletterwaldes war damit nicht nur eine gelungene Überraschung, sondern auch ein schöner Vor-Abschluss der Sommerakademie für die Mädchen.

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Anschließend folgte von Ina Seydel, Mitarbeitern am Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktur Systeme, der letzte Vortrag über die Angewandte Informatik im Verkehrswesen. Sie erklärte, wie Sensoren zur Ermittlung von Verkehrsdaten eingesetzt werden und sagte etwas zu der Möglichkeit, ein Bahnticket oder Busfahrschein per Handy zu kaufen. Informatikern kommen in diesem Bereich vor allem die Aufgaben zu, Hardware zu entwickeln und die gewonnen Daten zu verarbeiten. Danach hatten die Teilnehmerinnen der Sommerakademie die Möglichkeit einige Fragen zum Studium der Informatik an Margitta Pippig, Fachstudienberaterin der Fakultät, zu richten. Sie interessierten sich vor allem für die Anforderungen an ein Informatik-Studium, stellten Fragen zur Universität und den Masterstudiengängen. Das offizielle Schlusswort hielt Dekan Prof. Dr. Hardt. Er wünschte den Mädchen alles Gute und dankte Ihnen für ihr Kommen. Zudem fügte er hinzu, dass die Sommerakademie im nächsten Jahr auf jeden Fall wiederholt wird.

In der letzten Stunde vor ihrer Abreise fassten die Mädchen in kleinen Gruppen noch einmal zusammen, was ihnen besonders gefallen hat, und werteten die Ergebnisse zusammen aus. Super fanden alle das abwechslungsreiche Programm, die gute Organisation und natürlich die Unterbringung im 4-Sterne-Hotel. „Vor allem die praktischen Aufgaben haben Spaß gemacht“, meint Jenny (19). Zudem helfen ihnen die Informationen, welche sie während der Woche sammeln konnten, bei ihrer Entscheidung, ob sie wirklich Informatik studieren wollen. „Die Sommerakademie hat uns allen etwas gebracht“, sind sich die Teilnehmerinnen einig und haben außerdem nicht nur einen Eindruck vom Fachgebiet bekommen, sondern sehen sich auch darin bestärkt, dass Informatik nicht nur etwas für Männer ist. Organisatorin Ines meint zum Schluss: „Ich hatte eine super entspannte Gruppe. Alle waren motiviert und hörten auch bei anstrengenden Vorträgen aufmerksam zu.“ Damit war die Sommerakademie Informatik ein voller Erfolg! Wie erfolgreich die Woche war zeigt der Abschlußbericht. Hier sind die soziologisch gesammelten und ausgewerteten Ergebnisse der Frägebögen zusammengetragen. Wer das alles nicht lesen will und lieber eine kurze Zusammenfassung der Teilnehmerinnen möchte, hört sich einfach den UniCC-Zusammenfassungs-Spot an.

Abschliessende Worte:

Steffi, Jens und ich bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen für die tolle Woche! Wir hatten viel Spass mit euch und haben ebenso wie Ihr einen Menge über Informatik gelernt! DANKE

LG an alle Beteiligten
Ines