Erfahrungsberichte

Die folgenden Erfahrungsberichte vermitteln einen guten Eindruck, was du für das Studium brauchst und was dich in der Informatik als Beruf erwartet.

Studentinnen

Maria Friess

maria_friess20 Jahre, Diplom Angewandte Informatik, Vertiefungsrichtung Medieninformatik, 4. Semester

Das Abi steht vor der Tür, Prüfung, büffeln und dann? Mmh…Das war die Frage, welche ich mir vor einem Jahr stellte. So krampte ich in meinem Kopf nach meinen Vor- und Nachteilen und ging langsam Berufe durch. Lehrer! Gibt’s zu viele. Architekt! Ne…nur Häuser sehen wird langweilig. Arzt! Um Gottes willen, Anatomie ist doch gar nix für mich. Roboter aber! Ja, Mathe finde ich nicht schlecht und Computer widersprechen auch weniger als Menschen. Technik, neue Programme ausprobieren, klar, Software hilft doch ungemein im schulischen Spick- und Vortragsalltag weiter. Wer arbeitet denn heute noch nicht mit Google und einer Emailadresse.

Ach und dann kommt natürlich noch der kreative Teil.

Ideen, Fantasien ausleben und dass nicht nur bei der Programmierung, Audio- und Bildverarbeitung. Man kann jedes noch so schlechte Bild fantastisch aussehen lassen und aus einer weiblichen Stimme eine männliche machen. Brauch ich zum Beispiel ein Sodukolösungs-programm, dann programmier ich mir das einfach.

Doch welcher Studiengang beinhaltet das alles???

Klar Medieninformatik!

So dachte ich gar nicht all zu lange nach suchte nach einer Universität in meiner Nähe. Chemnitz ist eine schöne Stadt und hier zu studieren macht richtig Spaß. Außerdem habe ich bei meinem Studium nicht nur nette Leute kennengelernt, sondern auch noch viele Praktika, welche mich auch auf die Praxis vorbereiten.

Susann Bombor

susann_bombor23 Jahre, Diplom Angewandte Informatik, Vertiefungsrichtung Medieninformatik, 6. Semester

Die Entscheidung für ein Informatikstudium fiel direkt nach dem Abitur. Ich wollte unbedingt an einer Technischen Universität studieren, allerdings ebenfalls keine brotlose Kunst. Da ich durch meine Familie schon mit Informatik und den weiteren Möglichkeiten in Berührung gekommen war und aber nicht nur reine Theorie studieren wollte, fiel die Wahl am Ende auf Informatik mit Vertiefung Medieninformatik, was es mir ermöglichen sollte, auch kreative Gedanken zu verwirklichen.

Um ein Informatikstudium anzufangen und die ersten Semester gut zu überstehen, braucht man fundierte Kenntnisse sowohl in Mathematik, als auch in Schulinformatik. Letzteres war zu meiner Abiturzeit an meiner Schule noch nicht sehr umfangreich, sodass ich am Anfang des Studiums weder viele Programmierkenntnisse noch theoretisches Wissen besaß.

Auch mit diesen Voraussetzungen ist das Informtikstudium allerdings mit dem nötigen Einsatz und Willen zu schaffen. Das Fehlende nachzuholen bedeutet allerdings selbstverständlich noch mehr Arbeit, als so schon in dem anspruchsvollen Studiengang vonnöten ist.

Der Studienalltag ist natürlich geprägt von Theorie, die ich allerdings nicht als grau bezeichnen würde. Im Gegenteil, ich finde es faszinierend, wieviel Theorie und Abstraktion ein Mensch verstehen kann, inwieweit man immer wieder an seine Grenzen stößt und diese Themen, die anmuten, als könne man sie nie anwenden, doch immer wieder auf ganz alltägliche Probleme zurückzuführen sind. Im Hauptstudium schließlich kann man das erarbeitete weiter anwenden, in Bezug auf Themen, die einen interessieren.

Ich kann jedem nahelegen, dass Informatik kein unergründliches Fach ist, welches nur Genies verstehen können. In der Schule wird vordergründlich weiblichen Lerndenden viel zu oft suggeriert, diese Wissenschaft und auch die Mathematik seien zu schwer und zu unverständlich.

Sich über diese Meinungen hinwegzusetzen und seinen eigenen Weg zu finden ist das wichtigste. Vorurteile abbauen gescheiht nur durch Information, sich durchsetzen, es anders zu beweisen. Ich bin davon überzeugt, dass die Informatik leider immernoch eine Männderdomäne ist, die Studienanfängerzahlen zeigen es eindeutig. So muss es allerdings nicht bleiben.

Mitarbeiterinnen

Heike Lasch

heike_lasch43 Jahre, Facharbeiterin für Datenverarbeitung, Arbeitsplatz: Fakultät für Informatik im Fakultätsrechen- und Informationszentrum

Die zweijährige Ausbildung zum Facharbeiter für Elektronische Datenverarbeitung begann ich 1982 an der damaligen Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt.

Mein Berufswunsch war eigentlich ein anderer. In einer Berufsberatung wurde aber mein Interesse für den Beruf Facharbeiter für EDV geweckt.

Die Vielseitigkeit der Einsatzbereiche, der Kontakt mit vielen Menschen in diesem Beruf und das Interesse an Technik haben mich dazu bewogen diesen Beruf zu erlernen.

Die Ausbildung war sehr abwechslungsreich und ich konnte viele verschiedene betriebliche Arbeitsabläufe und Bereiche kennen lernen. Nach der Ausbildung habe ich bis 1990 im Rechenzentrum am Großrechner als Operator gearbeitet.

Die EDV-Systeme haben sich in den Jahren meiner Beschäftigung an der TU Chemnitz sehr verändert und somit auch der Arbeitsbereich und die Arbeitsaufgaben.

Heute arbeite ich an der Fakultät für Informatik im Fakultätsrechen- und Informationszentrum.

Eva Ziegler

eva_ziegler

Meine Ausbildungsweg ist aus heutiger Sicht vielleicht etwas ungewöhnlich, war aber damals sehr verbreitet. Nach einer Ausbildung zum Facharbeiter für Datenverarbeitung (Abschluss 1971), war ich als Operator an der damaligen Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt tätig. Damals waren 80% der Facharbeiter Frauen.

Die damalige Frauenförderung beinhaltete die Weiterbildung fähiger Frauen zum Ingenieurstudium bzw. für andere höherwertige Qualifikationen wie Promotionen.

Aus dieser Sicht wurde ich zum Studium für Informatik im Fernstudium geworben. Ein Direktstudium kam für mich aus finanzieller Hinsicht nicht in Frage. So begann ich 1975 mit dem Studium.

Der Ablauf war im Rahmen der normalen Arbeitszeit, 3 Wochen Arbeit, 1 Woche Studium.

Die Programmierkenntnisse wurden uns schon in der Facharbeiterausbildung vermittelt. Ohne einen tieferen Einblick darin, wäre das Studium wohl nicht zu schaffen gewesen.

Am meisten hat mich das Programmieren interessiert.

Praktikerinnen

Denise Baldauf

denise_baldauf27 Jahre, Diplom-Informatikerin, Arbeitsplatz: Solution Architect

Das Fach Informatik wurde mir am Gymnasium von einem tollen Lehrer beigebracht, der meine Lust auf diese Studienrichtigung geweckt hat. Eigentlich wollte ich ja eher im Bereich Mediengestaltung arbeiten, entdeckte dann aber, dass ich mehr Spaß an Logik und Problemlösung hatte als am Gestalten. In meiner gewählten Studienrichtung Medieninformatik lernte ich beide Bereiche kennen, mit Schwerpunkt auf dem technischen Hintergrund. Natürlich spielten auch die immernoch guten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt in dieser Richtung eine Rolle und ich hatte das Gefühl, etwas “vielseitig Einsetzbares” zu lernen, was sich in der Praxis auch bestätigt.

Direkte Vorkenntnisse benötigt man nicht unbedingt, wenn man sich während des Studiums umfassend mit der Materie beschäftigt und an den Anforderungen wächst. Ich würde sagen, Liebe zu Mathematik, logischem Denken und das Interesse, sich auch mit dem theoretischen Hintergrund des Computers zu beschäftigen, sind Grundvoraussetzungen. Während des Studiums lernten wir viele theoretische Grundlagen, die wir dann anhand von praktischen Aufgaben in Seminaren oder Praktikas
anwenden konnten. Dabei war keine bestimmte Programmiersprache Voraussetzung – man sollte aber das Verständnis für die Funktionsweise von Programmiersprachen allgemein mitbringen, dann kann man dieses auf vielerlei Weisen anwenden. Wichtig ist der Blick über den Tellerrand: selbst in verschiedene Programmiersprachen und -weisen hineinschnuppern, um diese dann im passenden Fall anwenden zu können. Grundlage ist – und das gilt auch für ein Studium allgemein – Interesse und Disziplin zu zeigen, sodass man sich stetig selbst weiterentwickelt und die Vorlesungen nicht nur an einem selbst vorbeirauschen. Der Studiengang der Informatik ist sicher nicht der Leichteste, aber sehr interessant und die Mühe lohnt sich fürs spätere Berufsfeld auf alle Fälle!

Im Arbeitsalltag lernt man dann die mögliche Problemlösung auf die Bedürfnisse des Projekts bzw. des Kunden anzupassen. Schnelligkeit und ausgefeilte Entwicklungslösungen stehen hier im Gegensatz – Effizienz ist gefragt und das muss man häufig auch noch lernen und Vorgehensweisen bei der Projektentwicklung verinnerlichen. Wichtig ist auch soziale Kompetenz – besonders im Hinblick auf den Umgang mit Kunden.

Mich fasziniert vor allem die Vielseitigkeit und die Möglichkeit, immer bessere Strategien zur Problemlösung zu finden – den PC als Werkzeug zur Automatisierung und Darstellung von Ideen einzusetzen. Man könnte diese Branche zwar (noch) als Männerdomaine bezeichnen, da die Männer immernoch die Mehrheit der Jobs ausfüllen, das muss aber nicht so bleiben, denn
die Begabung für etwas liegt immer in der Person und nicht im Geschlecht. Wichtig ist also, den jungen Frauen klar zu machen, dass auch sie sehr wohl logisch denken können und daher ihre Interessen und Fähigkeiten nicht hinter Stereotypen verstecken oder gar zurückstecken sollten! Erfolgreich ist man in dem, was einem Spaß macht!

Ulrike Krönert

ulrike_kroenert27Jahre, Diplom-Informatikerin, Arbeitsplatz: Programmiererin in Freiburg

Kurz vor meinem Abi-Abschluss war ich eine von vielen, die noch keine genauen Zukunftspläne hatten. Ich hatte ein Auslandsjahr in den USA verbracht, hatte sehr gute Noten in meinen Lieblingsfächern Mathematik und Englisch, und hatte schon früher einmal beabsichtigt, Mathematik oder Architektur zu studieren. Zum gleichen Zeitpunkt war ich hellauf begeistert von unserem neuen Familien-PC, und ich hatte mir so manche Mathematikarbeit durch eigenprogrammierte Taschenrechner erleichtert (mein Schuljahrgang war einer der ersten, in dem programmierfähige Taschenrechner zugelassen waren - Neuland für Schüler als auch Lehrer).

Eine Schulfreundin erzählte mir zufällig von ihrer Absicht, in Chemnitz Angewandte Informatik zu studieren - genügend (Programm-)Architektur, Mathematik, Englisch und Programmierung aus meiner Sicht, und ich würde jemanden kennen. Außerdem würde ich endlich erfahren, wie so ein Computer funktioniert. Also entschied ich mich blauäugig für ein Studium in Angewandter Informatik (Medieninformatik) - fast ein Glücksgriff, denn es gefiel mir ganz gut.

Durch Recherchen im ersten Studienjahr stellte ich fest, dass ein (reines) Informatik-Studium noch besser auf meine Interessen abgestimmt wäre. Also wechselte ich im dritten Semester ohne Probleme zur Informatik. Die Vertiefungsgebiete "Graphische Datenverarbeitung und Visualisierung" und "Künstliche Intelligenz" für das spätere Informatik-Hauptstudium klangen besonders interessant und überschnitten sich auch gelegentlich mit der Medieninformatik. Außerdem konnte ich nun Englisch im Nebenfach studieren, was einen sehr angenehmen Ausgleich zur Informatik-Theorie bildete. Letztendlich wählte ich als Informatik-Vertiefungsgebiet "Künstliche Intelligenz" und konnte in Praktika an diversen Robotern der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik praktische Erfahrungen sammeln.

Nun habe ich mein Studium erfolgreich abgeschlossen. Als Diplominformatiker(in) erfüllt man viele Grundvoraussetzungen für Stellenangebote, aber erst durch das studierte Vertiefungsgebiet zeigt sich, ob ein Stellenangebot auch "das Richtige" ist. Bei der Bewerbung scheinen Fähigkeiten ausschlaggebend zu sein, nicht die Studiendauer oder das Geschlecht. Bei mir hat's mit der zweiten Bewerbung geklappt; demnächst trete ich eine Stelle in Freiburg (Breisgau) als Programmiererin zur Analyse von Tunnelscandaten an (sehr interessant) und fühle mich bestens gewappnet.

Im Nachhinein gesehen mag ein Informatikstudium anfangs sehr durchplant und starr erscheinen, bietet aber unzählige Entfaltungsmöglichkeiten in den späteren Semestern. Dass Informatik eine Männerdomäne ist, spielt in den vielen Großvorlesungen des Grundstudiums kaum eine Rolle. In den Übungen, Praktikumsgruppen, Seminaren und den kleineren Vorlesungen des Hauptstudiums bin ich mit den Jungs (und vereinzelten Mädels) aber bestens klargekommen und hab auch ein paar gute Freunde kennengelernt. Ich hab mich niemals bevor- oder benachteiligt gefühlt. Ich würde mich in einem anderem Leben nochmals für ein Informatikstudium entscheiden.

Stefanie Daßler

26 Jahre, Diplom-Informatikerin, Arbeitsplatz: IBM

In der zwölften Klassenstufe war ich zum Tag der Offenen Hochschultür an der TU Dresden und habe dort einen Vortrag über Informatik und Medieninformatik besucht. Genau in diesem Moment wurde mir bewusst, dass das genau das ist, was ich machen will. Ich habe mich dann anschließend natürlich noch intensiver mit diesem Studiengang beschäftigt und festgestellt, dass mein erster Eindruck mich nicht getäuscht hat. Aus finanziellen Gründen und der Nähe zu meinem Wohnort habe ich mich dann für die TU Chemnitz entschieden. Als Studiengang habe ich Angewandte Informatik mit Vertiefungsrichtung Medieninformatik gewählt.

Ich hatte schon immer Spaß an Mathematik und Technik. Ich habe mich nie damit zufrieden gegeben, die Dinge einfach hinzunehmen, sondern zu hinterfragen und logisch zu begreifen. Den ersten Computer, den meine Eltern hatten, habe ich auseinandergebaut, um herauszufinden, wie denn das Bild auf den Monitor kommt. Sicher gilt für jedes Studium: Je mehr Vorkenntnisse, umso besser. Aber wenn man wirklich Spaß und Interesse an diesem Studium hat, dann kann man auch ohne großartige Vorkenntnisse dieses Studium meistern. Außerdem befasst man sich dann von vornherein schon intensiver mit dem Themengebiet. Ich selbst hatte zwar einige wenige Programmierkenntnisse, aber diese waren noch nicht sehr ausgereift. Ich habe dann natürlich im Studium (hauptsächlich nebenbei aus Selbstantrieb) viel dazu gelernt und ausprobiert. Das Studium selbst ist eher theoretisch und man kann durchaus das Studium auch ohne großen Programmieraufwand absolvieren. Das würde ich allerdings nicht empfehlen, denn nur so kann man die theoretischen Kenntnisse aus den Vorlesungen auch mal praktisch umsetzen. Und spätestens im Berufsleben zeigt sich, dass die theoretische Erfahrung allein nicht viel nützt.

Meine Studienzeit habe ich richtig genossen. Ich habe wahnsinnig viel gelernt und eine Menge tolle Leute getroffen. In Seminaren und Praktika habe ich oft die Gelegenheit genutzt, eine Anwendung dazu zu programmieren, um somit meine Kenntnisse zu erweitern. Dabei habe ich immer im Bereich Medieninformatik, Schwerpunkt Image und Video Retrieval, entwickelt. Neben meinem Studium habe ich zusätzlich als Hilfswissenschaftlerin am Fraunhofer IWU Chemnitz gearbeitet und dort tiefe Einblicke in die Industrie- und Forschungsarbeit bekommen. Ich habe dort Anwendungen für die Maschinenbaubranche entwickelt und somit gelernt die Informatik auch mit anderen Berufsbranchen zu kombinieren. Am IWU habe ich auch meine Diplomarbeit geschrieben und erfolgreich abgeschlossen.

Nach meinem Studium wollte ich eher in der Wirtschaft als in der Forschung arbeiten, um auch neue Bereiche meines Berufes kennen zu lernen. Ich arbeite jetzt bei IBM Deutschland in Chemnitz als Anwendungsentwicklerin und Architektin. In meiner Abteilung entwickeln wir Anwendungen für Banken und andere Unternehmen im Finanzsektor. Dabei konnte ich schon auf einigen Geschäftsreisen unsere Produkte vorstellen und unsere Kunden mit ihren Vorstellungen kennen lernen. Dies zeigt, dass Informatikerin mehr ist als nur ein rein technischer Beruf. Ebenso wichtig wie die Konzeption und Entwicklung von Anwendungen mit Hilfe moderner Technologien sind deshalb auch soziale Kompetenzen im Umgang mit Kunden und Kollegen, um Produkte auch wirklich zu verkaufen und ihre Entwicklung im Team zu ermöglichen. Das alles wird durch den Zeitdruck in der Wirtschaft noch verschärft. Die Vielfältigkeit fasziniert mich an meinem Beruf am meisten. Man kann in so vielen verschiedenen Bereichen arbeiten, nicht nur in der Informatik selbst (Hardware, Software oder Theorie), sondern man lernt für jede Branche Lösungen effizient zu entwickeln und wird dabei immer schneller und besser.

Das Informatikstudium ist sicherlich nicht eines der leichtesten Studienrichtungen, aber man wächst mit seinen Aufgaben und man sollte nicht immer gleich aufgeben. Natürlich muss man sich ab und zu durch die Theorie kämpfen und immer wieder Neues lernen, aber wenn man merkt, wie alle Bereiche der Informatik, die im Studium gelehrt werden, sich auf einmal zu einem großen Ganzen zusammenfügen, dann macht es richtig Spaß. Darüber hinaus hat mir das Informatikstudium geholfen, auch vollkommen andere wissenschaftliche Bereiche mit ihren Zusammenhängen schneller zu verstehen. Aktuell sind IT-Berufe tatsächlich noch eine Männerdomäne. Auch in den höheren Berufsebenen der Informatik (Management, Professuren, Projektleitungen) tummeln sich vorwiegend Männer. In meiner Abteilung allerdings arbeiten neben einigen Männern noch sechs weitere Frauen als Anwendungsentwicklerinnen, was ich als sehr angenehm empfinde und beweist, dass die Zukunft der IT anders werden kann!

Susan Zöppel

Diplom-Informatikerin, Arbeitsplatz: IAV GmbH Chemnitz

Vor meinem Studium habe ich eine Ausbildung zur Elektronikerin erfolgreich abgeschlossen. Dabei bin ich vermehrt mit hardwarenahen Programmierung in Kontakt gekommen, die mein Interesse geweckt und zum Informatikstudium gelockt hat. Die Informatik ist ein sehr zukunftsorientiertes Studienfach mit guten Job-Chancen. Der Computer hat schließlich beinah in jeden Haushalt und vor allem in jeder Firma Einzug gehalten

Meiner Meinung nach brauchen Informatikstudenten/innen:

- ein wenig abstrakte Denkfähigkeit, um dem (dummen ) Computer auf möglichst einfache Art und Weise die simpelsten Dinge beizubringen,
- starke Nerven, um dem PC nicht an die Wand zu werfen, wenn er nicht tut was er soll,
- und natürlich sollten die Informatikinteressenten schon ein wenig Erfahrung mit dem PC haben

Meiner Erfahrung nach sind Kenntnisse in wenigstens einer Programmiersprache von großem Vorteil. Es hat mir sehr geholfen bereites eine Programmiersprache (PASCAL) gekannt zu haben. Damit ist es mir viel leichter gefallen die im Studium besprochenen Programmiertechniken zu verstehen. Es ist damit auch viel einfacher neue Programmiersprachen zu erlernen, wenn eine andere gefordert ist.

Ich kann das Informatikstudium den interessierten Schülerinnen nur empfehlen. Mir hat das Studium super gut gefallen, auch wenn es hier und da auch mal stressig war.